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LINUX MINT als BETRIEBSSYSTEM Teil1 Grundinstallation
#1
LINUX MINT 20.x (Cinnamon Edition) als BETRIEBSSYSTEM

Dieser Artikel widmet sich der Installation von Linux Mint auf einem Client PC.

Ziel ist dem absoluten Linux Neuling den Umstieg von Windows auf Linux zu ermöglichen.

Zielgruppe sind diejenigen die noch das "best Microsoft forever " einsetzten - also Windows7-64. 
Die aus Datenschutz und Gängelungs Gründen nicht auf WIN10 umsteigen.
Und die auch nicht bereit sind ihre noch gut laufende Hardware wegzuschmeissen nur damit ein 11 hinter Windows steht und man zwanghaft einen Microsoft Account braucht.

Da WIN7 Usere Zielgruppe ist habe ich mich bewusst für LINUX MINT CINNAMON Edition entschieden.
Da kommt einen normalen User alles sehr bekannt vor, und die Adminsitration und Einrichtung geht sogar viel leichter als in WIN7 von der Hand.

Wer einmal einen Laptop unter 7 in Funknetzte hieven musste, wir mich verstehen. Unter Mint ist dazu gar nichts zu installieren. 
Man sucht lediglich per Click das gewünschte Funknetz aus. Und das ist sogar beim Booten vom USB Stick bereits eingerichtet.

Zunächst ein Link zu der Hompage von Linux Mint:

https://linuxmint.com

Es gibt 3 verschiedenen Desktop Varianten zur Auswahl. Meine Beschreibung bezieht sich auf die Cinnamon Edition 20.3.


Installation Linux Mint 20.3 Cinnamon


Vorbereitung: Bootfähigen USB Stick mit Linux Mint in neuester Version besorgen oder erstellen:

Zunächst ein Linux Mint Cinamon Edition ISO Image herunterladen und einen bootfähigen USB Stick damit erstellen. 
(Stand 02.2022 ist Version 20.3 aktuell)

Rechner vorbereiten:

Bootreihenfolge einstellen damit vom USB Stick zuerst gebootet wird.
Netzwerk funktionsfähig machen, da diese bei der Installation gebraucht wird:
- WLAN Stick anschließen oder LAN Kabel anstecken.


Hier wird ein Blick auf das Sicherheitskonzept nötig:

Linux bietet mehrere Absicherungen. Man kann (optional) das gesamte Laufwerk verschlüsseln, was beim Rechnerstart vorab eine Passwort Abfrage erfordert.

Außerdem kann man User anmelden, mit eigenen Passwörtern absichern, und auch deren Home Laufwerke verschlüsseln.

Somit kann sich jeder die Sicherheit einstellen die er persönlich will. Aber nicht alles ist sinnvoll.

So macht es aus meiner Sicht absolut keinen Sinn das Homelaufwerk zu Verschlüsseln, aber den Rest der Platte offen auslesbar zu lassen. Denn auch auf dem Rest der Platte befinden sich viele Nutzerspuren, wenn nicht sogar temporär Dateien.

Ebenso ist die doppelte Passworteingabe beim Rechnerstart Unfug. Jedoch ist ein eingegebenes Userpasswort dringen nötig um den Rechner gegen ungewollte Installationen oder Hacks aus anderer Software heraus abzusichern.

Somit sieht unser Sicherheits-Konzept folgendermaßen aus:

Wir verschlüsseln das gesamte Laufwerk, und geben beim Rechnerstart einmalig dieses Laufwerk Entschlüsselungs-Passwort ein.

Dafür melden wir den User automatisch ohne Passwort Abfrage an.
Der User bekommt aber sehr wohl auch ein Passwort, da Installationen mit diesem Passwort zugelassen werden.
Für den User und das Laufwerk darf das gleiche Passwort verwendet werden, das ist kein Risiko. Besser ein gutes Passwort nehmen als 2 Schlechte.

Wählt also ein richtig langes gut merkbares Passwort. Vergesst den Unsinn über Passwort Richtlinien. Es kommt ausschließlich auf die Länge an sofern es nicht inhaltlich (aufgrund bekannter Informationen von euch wie Namen aus der Familie, Geburtsdaten, etc.) zu erraten ist. Dieses MasterPasswort sollte 15 - 20 Zeichen lang sein.


Nun zur Installation:

Vom USB Bootstick mit Linux Mint20.3 ISO Image booten. Es wird ein komplett funktionsfähiges Mint von dem USB Stick gestartet.

   

An dieser Stelle sollte der Mint Client bereits Netzwerkverbindung (unten rechts) anzeigen. Das wird später bei der Installation notwendig sein.
Auf dem Desktop findet sich ein Icon „Linux Mint installieren“, dieses anklicken.

Es kommen abfragen zur Sprache (deutsch ist oberhalb englisch, und man muss herauf scrollen).

   

Nun das Layout der Tastatur auswählen.

   

Und die Multimedia Codecs mit anwählen, die werden vielfältig gebraucht.

   

Nun folgt eine etwas längere Wartezeit, und anschließend die Abfrage ob die Festpatte gelöscht werden soll und Mint installiert. 

   

ABER ERST in dem Feld darunter „Erweiterte Funktionen“ draufklicken, und LVM sowie Laufwerk Verschlüsselung anschalten, und mit ok das Fenster beenden.

   

Nun erst im Fenster „Installationsart“ auf "Jetzt installieren" klicken.

   

Es erfolgt die Abfrage des Passwortes für die Laufwerk Verschlüsselung.
Wir geben also ein ca. 15- 20 Zeichen langes Verschlüsselungs Passwort ein (und notieren das irgendwo verlustsicher offline) denn ohne diese Passwort sind später alle Daten für immer verloren.

   

Wir überschreiben den freien Plattenplatz, damit keine Daten alter Installationen bleiben, und nicht erkennbar ist welche Pattenteile bereits verschlüsselte Daten enthalten. Mit „Jetzt Installieren“ gehen wir weiter.

Es kommt ein Dialog ob Änderungen auf die Festplatte geschrieben werden dürfen.
Was bedeutet das die Platte gelöscht und neu formatiert werden darf. Wir bestätigen das mit „weiter“.

   

Nun erfolgt die Abfrage der Zeitzone.

Anschließend werden Namen für Rechner, User und Passwort abgefragt.

Unter „ihr Name“ gebe ich den Namen des späteren Users ein – hier „Tron“ .

Unter „Namen ihres Rechner“ setzt man eine eindeutige Kennung ein die den Rechner im heimischen Netzwerk von Anderen unterscheidet. Sonst gibt es Netzwerk Probleme im gegenseitigen Zugriff. Wenn Mint den gleichen Namen im Netzwerk aktiv findet gibt es eine Warnung „The name already exists on the network“
Ich wähle für unser Beispiel den Namen „mint203master“ da ich eine VM Vorlage erstelle.

Anschließend folgt der Benutzer Accountnamen der in Mint nur Kleinbuchstaben erlaubt. Ich wähle hier „tron“.
Nun geht es zu dem Passwort des Benutzers. Da ich vorhabe nur einen User auf dem Rechner zu verwenden, gebe ich hier das gleiche Passwort wie oben bei der Laufwerksverschlüsselung ein.

Um beim Start nur einmal nach dem Passwort gefragt zu werden (was bei der Laufwerksentschlüsselung geschieht), schalte ich „automatisch anmelden“ ein.
Außerdem schalte ich „Passwort zum Anmelden abfragen“ aus.
Ebenso verzichte ich auf „Meinen persönlichen Ordner verschlüsseln“ da ich den Rechner alleine nutze und das Gesamtlaufwerk schon sicher verschlüsselt wird.

Nun lassen wir den Rechner in Ruhe werkeln. Wichtig ist das er Internet Zugang hat, was wir schon vorab getestet haben.

Irgendwann kommt die Meldung „Installation abgeschlossen“

   

Nun starten wir den Rechner ohne USB Stick durch und sehen das erste Mal die installierte Version von Mint.
Wir haben nun eine „veraltete“ Grundinstallation auf der Platte, die wir nun als nächstes aktualisieren wollen. Dabei lernen wir die Update Mechanismen von Mint kennen.

Nun kommt zunächst der Bildschirm zur Entsperrung der Laufwerks Verschlüsselung.

   

Nach erfolgter korrekter Eingabe startet de Linux Desktop.
Es erscheint ein Popup „willkommen bei Linux Mint“ das man sich später durchlesen sollte. Daher nur temporär schließen, damit es beim nächsten Mal wieder startet.

   

Links unten befindet sich nun das LM Start-Menü.

   

Wir klicken auf den LM Button und sehen das Hauptmenü nun offen.
Nun suchen wir die Position wo Updates behandelt werden.

Diese befinden sich unter „Systemverwaltung“ – „Aktualisierungsverwaltung“.
Im Gegensatz zu anderen Betriebssystemen wird darunter die gesamte Software aktualisiert die zur Linux Mint Distribution gehört.

   

Die Installation der Updates wird im anschliessenden Artikeln dieser Serie beschrieben.

Nach den Updates bitte daran denken das euer Linux im Moment nur auf den "standard" Nouveau Treibern im Moment läuft.
Das mag für Officerechner gehen, aber sobald darauf 3D mit Spielen oder Opensim läuft benötigt ihr performantere Treiber.

Diese findet ihr folgendermaßen: Geht ins LM Menü- Systemverwaltung - Treiberverwaltung, und started diese.
Je nach installierter Grafikhardware findet ihr keine bis mehrere Einträge.

Bei NVidia Karten solte Die Treiberverwaltung den Typ eurer Grafikarte oben im Menü anzeigen.
Dann folgt eine Treiber Empfehlung, die abhängig vom installierten Kernel sein kann.
In meinem Falle wird bei der GTX1060 der Nvidia-driver-510 empfohlen. Diesen habe ich auch installiert.

So- und nun ne Frage: Hats weh getan? Oder ist die Angst vor der Kommandozeile nun verflogen?
Ich habe Linux Mint Installation und Nutzung bei etlichen meiner Kollegen geschult,
die keinerlei vorherige Berührung mit Linux hatten, und nicht aus der IT Branche kommen.
Im Schnitt war eine Stunde Einweisung ausreichend, bis sie ihr System selber installiert und in Betrieb genommen haben.

Ich denke mit Mint ist Linux der Schrecken auch für reine Windows User genommen worden.
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#2
Habe heute (09.09.2022) nun die Version 21 von Linux Mint Cinnamon Edition erstmals als neu installiert.

Es sieht alles noch fast genauso aus wie in den 20.x Versionen, die ich im obigen Artikel beschrieben habe.

Einzige Änderung im Installationsprozess die mir aufgefallen ist:

Die komplette Laufwerksverschlüsselung wird nun für LVM sowie für ZFS Formatierte Laufwerke angeboten.

Ausserdem gibt es nun eine Option die einen Restoreschlüssel für verschlüsselte Laufwerke (optional) erstellt.
Dieser Backupschlüssel wird aber in der Echtzeitumgebung (also nur flüchtig im RAM!) unter home\mint\recoverykey abgelegt.

NACH beendeter Installation auf dem Speichermedium muss man sich selber darum kümmern diesen recoverykey von dort auf einen nichtflüchtigen Speicher zu kopieren.
Dies geht aber erst nach Abschluß der SSD Installation, wenn man die Einstellung "Weiterarbeiten" verwendet, und nicht sofort einen Reboot vom neu installierten Betriebssystem auswählt.
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#3
MINT Cinnamon Edition 21.1

Stand 30.12.2022 habe ich nun die Linux Mint Cinnamon Edition 21.1 heruntergeladen, Bootstick erstellt sowie Grundinstallation duchgeführt.
Bis auf sehr kleine kosmetische Änderungen sieht Mint genauso aus.

Aber das Beste: Die Installation hat sich nicht geändert. Im Vergleich zu 21.0 ist kein Unterschied feststellbar.
Die Unterschiede zur 20.x sind bereits im vorherigen Post beschrieben.

Die Anleitungen sind also weiterhin aktuell.

Tron
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