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Strategische Erwägungen zum Thema Alpha-Masken für Röcke
#1
Aktuell sind Juno und ich dabei, Alpha-Masken passend zu Klarabella Karamells Röcken zu machen. Gerade Ruth2 v4 braucht ja Alpha-Masken für Kleidung, die nicht exakt auf genau diesen Body gebaut ist, weil sie kein kleinteiliges Alpha-Cut-HUD hat. Athenas Beine ohne Füße bestehen aus 128 Einzelflächen, Ruth2 v4s Beine nur aus zwei. (Bevor sich jemand wundert: Ja, Alpha-Masken funktionieren mit BoM-Meshbodys. Mit Ruth2 v4 sogar out of the box ohne Umbauten.)

Jetzt ist das Thema "Röcke und Alpha" aber so alt wie Rigged-Mesh-Röcke an sich. Nicht nur zu Zeiten, als noch nicht für einen bestimmten Body und nur für den geriggt wurde, gab es da verschiedene Lager.

Die einen alphaten rigoros alles weg von einem Fingerbreit oberhalb des Rocksaums bis mindestens zur Hüfte, wenn nicht zur Taille, damit auch ja nichts clippt (scheinbare "Löcher" in der Kleidung, weil der Body durch die Kleidung nach draußen dringt). Nachteil: Wenn der Avatar saß, sah man aus der Hälfte aller möglichen Blickwinkel die fehlenden Beinbereiche. Unter Bleistiftröcken sah man deutlich, daß die Oberschenkel gänzlich fehlten und der Rest der Beine in der Luft hing.

Die anderen ließen mehr Haut stehen, riskierten aber schon beim Gehen Clipping. Dazwischen waren die, die versuchten, mit chirurgischer Präzision das zu alphan, was wirklich clippte. Das war aber schwierig, in Extrempositionen clippte es manchmal immer noch, und schon leichte Blicke die Beine hoch unterm Rock offenbarten die Alpha-Löcher in den Beinen.

Im Vergleich dazu ist für Oberteile mit Ärmeln, schulterfreie Oberteile und Hosen relativ einfach zu alphan.

Das ist auch der Grund, warum es für Athena an Röcken und Kleidern drei relativ unkritische Schnitte dominieren:
  • Microminis, wo der Rocksaum keine zwei Handbreit unterm Schritt endet, was am einfachsten zu riggen ist
  • Walle-Röcke, die so weit sind, daß sie nie clippen werden, weil sie weit von den Beinen weg sind; darin kann man aber nicht sitzen
  • lange, enge Abendkleider, bei denen man getrost die Beine von den Fesseln oder gar den Knöcheln aufwärts wegalphan kann, und es stört nicht, wobei in der Realität in so etwas kaum getanzt werden könnte

Klara hat aber bisher ganz andere Röcke gemacht, neuerdings einen Minirock, der länger als Micro ist, zwei knielange, zwei wadenlange und einen knöchellangen Rock. Im Grunde käme dann auch noch der alte lange Damien-Fate-Rock dazu.

Klaras eigene Röcke sind geriggt für Ruth 2.0 RC#3 und getestet an ihrem eigenen, sehr schlanken Avatar; gleichzeitig sind die neuen Röcke passend zu den Mesh-Oberteilen von Damien Fate gemacht und sollen auch für Athena tragbar sein. Ruth2 v4 ist aber nicht Ruth 2.0 RC#3 mit drangeflicktem BoM, sondern in der Form deutlich anders und mit mehr "arbeitender Muskulatur", wo sich der Body also in bestimmten Positionen mehr ausbeult als jeder andere Meshbody.

Wenn sie z. B. einen Arm hebt, zieht sich der Deltamuskel zusammen, und die Schulter beult sich direkt neben dem Hals aus wie bei einem echten menschlichen Körper. Das ist realistisch, macht aber das Rigging von Trägeroberteilen für Ruth2 v4 schwierig. Und solche Körperstellen hat Ruth2 v4 viele. Eigentlich ist sie ein fast komplett eigenständiger Meshbody.

Je mehr sich Juno also in so einem Rock bewegt, desto größer ist das Risiko, daß irgendwas an ihrem Body durch den Rock clippt. Manchmal clippt es schon beim ganz normalen Stehen. Häufiger fängt es beim Gehen an zu clippen. Bis hierhin ist das noch relativ einfach und dezent zu beheben. Ich glaube, beim Minirock ist mir das recht gut gelungen.

Schwierig wird's beim Tanzen. Weil sie sich da sehr viel mehr und extremer bewegt, clippt es um so mehr. Gut, wenn ein Bein durch den Rocksaum clippt, kann ich sowieso nichts machen, und das ist meistens schnell vorbei.

Besonders unschön ist aber das Clipping hinten an den Oberschenkeln, wenn sie sich nach hinten beugt, was ja langsamer geht. Da clippt es auch mal fast eine ganze Sekunde lang. Bei maximal knielangen Röcken hieße es, wenn ich das komplett bekämpfen wollte, den Alpha-Ausschnitt etwa zwei Fingerbreit überm Rocksaum anfangen zu lassen und ihn ein ganzes Stück zur Oberschenkelinnenseite zu ziehen. Und den Ausschnitt sieht man dann in anderen Positionen um so leichter.

Wenn der Ausschnitt nicht auffallen soll, muß ich mehr Clipping hinnehmen. Je mehr Clipping ich eliminieren will, desto eher ist der Alpha-Ausschnitt am Bein unterm Rock sichtbar, nicht nur beim Unter-den-Rock-Cammen, sondern auch beim Sitzen und beim Tanzen.

Die Alpha-Masken, die ich baue, sollen übrigens nicht nur für Junos Privatzwecke sein. Zum einen werden sie in ein paar Monaten auf einer Modenschau gebraucht, und da sollte idealerweise überhaupt nichts clippen. Das heißt, da wird es hier und da am Saum clippen, wo ich nichts machen kann. Ich könnte Spezialalphas nur für die Modenschau machen, die genau vom Rocksaum aufwärts alles ausblenden, aber die ließen sich dann nicht als Universalalphas verwenden, weil Sitzen damit wieder unmöglich wäre (siehe oben).

Zum anderen sollen sie idealerweise auch in Verkaufsboxen mit Röcken landen und von anderen Avataren getragen werden können. Da ist dann natürlich das Problem, daß wir nicht alle nur erdenklichen Shapes testen können.

Jetzt frage ich euch: Wie lästig ist Clipping, wenn es nur in bestimmten Situationen (Tanzen) und auch da nur relativ kurz auftritt? Wie lange muß Clipping dauern, damit es störend wird? Schon nur einen Wimpernschlag oder erst eine halbe oder ganze Sekunde? Und wie wahrscheinlich muß Clipping sein, damit es stört?

(Und ich möchte hier keine Grundsatzdiskussionen lesen über Sinn, Unsinn und Qualität von Ruth2 und darüber, warum nicht einfach alle Athena benutzen können.)
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  • Lukas (05-17-2022), Maria Silberstein (05-18-2022)
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#2
Clipping stört mich persönlich schon sehr. Erfahrene User mögen dies durch geeignete Maßnahmen minimieren können.

Ein OpenSim-Anfänger kann aber das Clipping nicht verhindern. Bei der Entwicklung von Kleidung oder Avataren würde

ich mir ein Verhalten wie im realen Leben wünschen. Wenn beim tanzen der Körper für Sekunden sichtbar wird, so ist

das natürlich nicht gut. Ebenso störend sind unnatürliche Verformungen vom Ava.

Alles sollte genau so wie das Verhalten beim menschlichen Körper sein. Man toleriert weil es nicht anders geht,

aber wünschen würde man sich manchmal etwas anderes. Beine abschrauben, Oberkörper ausblenden usw. kann nicht sein!

Kleidung sollte sich also immer exakt auf den Körper legen, egal wie dick oder dünn der Ava ist.
All done!
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  • Maria Silberstein (05-18-2022), Sylvia Koeln (05-18-2022)
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#3
Genau das dürfte der Grund sein, warum Mesh-Röcke und -Kleider sowohl in Second Life als auch in OpenSim weit überwiegend eigentlich nur in zwei Formen kommen: entweder extrem weit oder nicht länger als bis eine Handbreit unterm Schritt.

In allen anderen Fällen hat man nur die Wahl zwischen großzügigem Ausblenden, Clipping oder Warten, bis Linden Lab und anschließend die OpenSim-Entwickler eine ganz neue Bekleidungsengine wie in Sinescape entwickeln. Oder gleich eine noch bessere, die mit ständiger Kollisionsabfrage zwischen Körper und Textil arbeitet.

Sogar wenn eine Athena einen für Athena geriggten Bleistiftrock trägt, clippt es, wenn man die Beine nicht vom Saum aufwärts wegalphat. Das würde selbst dann noch clippen, wenn man das Rigging von Athena selbst bis ins Detail reverse-engineert und auf der Basis Röcke modelliert. Das liegt in der Natur von Röcken. Rigged Mesh war nie für Röcke vorgesehen, Fitted Mesh auch nicht.

Klaras Beispiel ist nun extrem. Zum einen gehen ihr die Röcke auf den Geist, die aus Second Life nach OpenSim kommen. Wie gesagt, das sind beinahe ausnahmslos nur Microminiröcke. Weil sonst niemand die Rocklängen macht, die sie gern hätte (alle anderen, also Mini, knielang, wadenlang, knöchellang...), macht sie die eben selbst.

Zum anderen kann und will sie sich beim Rigging nicht auf einen einzigen Body beschränken. Sie hat ja einen ziemlich seltenen Body, Ruth 2.0 RC#3. Wenn sie für die überwältigende Mehrheit, also Athena, riggen würde, könnte sie ihre eigenen schönen Röcke nicht anziehen. Würde sie noch paßgenauer nur für Ruth 2.0 RC#3 riggen als sowieso schon, hätte sie kaum Kundinnen, weil die Röcke allen anderen Bodys (Systembody, Athena, Femme, Ruth2 v4, LuvMyBod etc., womöglich auch RuthToo RC#3) längst nicht so genau passen würden.

Also versucht sie, ihre Kleidung so zu gestalten, daß sie möglichst universell paßt. Trotzdem ist sie selbst häufig wohl die einzige, die nicht auf Alpha zurückgreifen muß.

Andererseits finde ich, man sollte ihr dafür dankbar sein, daß sie etwas gegen den "Einheitsbrei" tut, der aus SL kommt, auch wenn das, was sie macht, nicht noch besser geriggt ist als teure kommerzielle Edelkleidung aus SL. Denn wenn man wirklich den Anspruch erheben sollte, daß jeder Avatar absolut perfekt geriggt ist, dann dürften alle weiblichen Avatare nur noch Athenas sein mit entweder geklauten Athena-Microminiröcken oder geklauten Athena-Hosen.
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